Netzwerktreffen Zanger Berg und Mittelrain

Im vergangenen Monat fand im Evangelischen Johannesgemeindehaus das Netzwerktreffen für den Stadtteil Zanger Berg statt. Zum Netzwerktreffen für den Mittelrain wurde in das Kinder- und Jugendhaus Mittelrain Anfang Mai eingeladen.

Akteure der Stadtteile, Hauptamtliche und Ehrenamtliche, tauschten sich über Aktuelles aus und planten gemeinsam zukünftige Aktionen. Mehr dazu in den Ergebnisprotokollen der Veranstaltungen.

Netzwerktreffen am Zanger Berg

Netzwerktreffen Zanger Berg 23.10.2018
Teilnehmer des Netzwerktreffens am 23.10.2018

Sich Kennen und voneinander Wissen ist Fundament einer beginnenden Vernetzung

Beim ersten Netzwerktreffen am Zanger Berg sammelten Akteuer vom Zanger Berg Informationen über bestehende Angebote und Bedarfe des Stadtteils. Neben der Bestandsaufnahme wurden Ressourcen vorgestellt und mögliche Zusammenarbeit diskutiert.

Regelmäßige Treffen und gemeinsame Projekte sind angedacht und werden von allen Anwesenden begrüßt. Die Treffen sind eine offene Veranstaltung zu der Interessierte jederzeit dazukommen können. Die nächste Zusammenkunft ist für das Frühjahr 2019 geplant.

Menschen im Mittelrain vernetzen sich

Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter*innen des öffentlichen Lebens im Mittelrain waren von Brigitte Weber, Leiterin der Koordinierungsstelle „Ich für uns“ der Stadt Heidenheim und Evi Lattermann, Projektkoordinatorin „In guter Nachbarschaft“ vom Haus der Familie, zu einem Netzwerktreffen eingeladen.

Die Anwesenden waren sich einig, dass es sich im Mittelrain gut wohnen lässt. Sie wissen den Wert einer Nahversorgung durch Läden und Ärzte sowie den Ort der Begegnung im Ökumenischen Gemeindezentrum zu schätzen. Im Austausch zeigten sich allerdings auch künftige Herausforderungen, die es gilt gemeinsam anzugehen.

Die Schulleiterin der Mittlelrainschule, Lea Gnosa, teilte mit „90% der Kinder in den Regelklassen haben Deutsch nicht als Muttersprache“. Es sei schwer die Eltern der Kinder mit in den Schulalltag einzubinden. Damit Integration möglich ist, sollte es zu mehr Begegnung und Miteinander im öffentlichen Raum kommen.

Thomas Del Becaro, Leiter des CAP-Markt der AWO bittet um mehr Verständnis gegenüber seinen Mitarbeitern. Er erläuterte das Konzept des Cap-Marktes, der nur durch die Förderung der Arbeitsplätze Wirtschaftlichkeit ermöglicht. Um auch in 10 Jahren noch vor Ort zu sein braucht es Kunden und Umsatz. Er informiert die Anwesenden über den Lieferservice des Cap-Markts, der es auch weniger mobile Bewohner des Mittelrains ermöglicht in wohnortnähe einzukaufen. Er weist daraufhin, dass das Angebot der Ware auf den Standort und die Kundenstruktur abgestimmt wird und fordert dazu auf Wünsche und Anregungen zur Angebotsoptimierung seinen Mitarbeitern mitzuteilen.

Die Änderung der Bewohnerstruktur, die bisher sehr homogen war, ängstigt den ein oder anderen. Die Notwendigkeit aufeinander zu achten und auf Missstände aufmerksam zu machen erfordert Zivilcourage und das Mitwirken aller Bewohner.

Als Ort für Begegnung ist das Ökumenische Gemeindezentrum für den Mittelrain wichtig. Zusätzlich Angebote und Veranstaltungen können dazu beitragen an einem generationenübergreifenden Miteinander mitzuwirken.

Immer wieder wird klar, dass es mehr ehrenamtliche Helfer und Freiwillige braucht, die die vorhandenen guten Ideen mit umsetzten. Mehrere Teilnehmer sind sich einig, dass diese aus den unterschiedlichsten Gründen schwer zu finden seien.

Baulich ist der Mittelrain mit seinen vielen Treppen und langen Wegen nicht seniorenfreundlich. Es fehlt an Sitzgelegenheiten.

Mehr über die Arbeit anderer Aktiver und deren Herausforderungen zu erfahren ist notwendig, um gemeinsame Ziele zu kennen und anzugehen. Damit dies gelingt braucht es Kontinuität. Das nächste Netzwerktreffen ist für November geplant.