Menschen im Mittelrain vernetzen sich

Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter*innen des öffentlichen Lebens im Mittelrain waren von Brigitte Weber, Leiterin der Koordinierungsstelle „Ich für uns“ der Stadt Heidenheim und Evi Lattermann, Projektkoordinatorin „In guter Nachbarschaft“ vom Haus der Familie, zu einem Netzwerktreffen eingeladen.

Die Anwesenden waren sich einig, dass es sich im Mittelrain gut wohnen lässt. Sie wissen den Wert einer Nahversorgung durch Läden und Ärzte sowie den Ort der Begegnung im Ökumenischen Gemeindezentrum zu schätzen. Im Austausch zeigten sich allerdings auch künftige Herausforderungen, die es gilt gemeinsam anzugehen.

Die Schulleiterin der Mittlelrainschule, Lea Gnosa, teilte mit „90% der Kinder in den Regelklassen haben Deutsch nicht als Muttersprache“. Es sei schwer die Eltern der Kinder mit in den Schulalltag einzubinden. Damit Integration möglich ist, sollte es zu mehr Begegnung und Miteinander im öffentlichen Raum kommen.

Thomas Del Becaro, Leiter des CAP-Markt der AWO bittet um mehr Verständnis gegenüber seinen Mitarbeitern. Er erläuterte das Konzept des Cap-Marktes, der nur durch die Förderung der Arbeitsplätze Wirtschaftlichkeit ermöglicht. Um auch in 10 Jahren noch vor Ort zu sein braucht es Kunden und Umsatz. Er informiert die Anwesenden über den Lieferservice des Cap-Markts, der es auch weniger mobile Bewohner des Mittelrains ermöglicht in wohnortnähe einzukaufen. Er weist daraufhin, dass das Angebot der Ware auf den Standort und die Kundenstruktur abgestimmt wird und fordert dazu auf Wünsche und Anregungen zur Angebotsoptimierung seinen Mitarbeitern mitzuteilen.

Die Änderung der Bewohnerstruktur, die bisher sehr homogen war, ängstigt den ein oder anderen. Die Notwendigkeit aufeinander zu achten und auf Missstände aufmerksam zu machen erfordert Zivilcourage und das Mitwirken aller Bewohner.

Als Ort für Begegnung ist das Ökumenische Gemeindezentrum für den Mittelrain wichtig. Zusätzlich Angebote und Veranstaltungen können dazu beitragen an einem generationenübergreifenden Miteinander mitzuwirken.

Immer wieder wird klar, dass es mehr ehrenamtliche Helfer und Freiwillige braucht, die die vorhandenen guten Ideen mit umsetzten. Mehrere Teilnehmer sind sich einig, dass diese aus den unterschiedlichsten Gründen schwer zu finden seien.

Baulich ist der Mittelrain mit seinen vielen Treppen und langen Wegen nicht seniorenfreundlich. Es fehlt an Sitzgelegenheiten.

Mehr über die Arbeit anderer Aktiver und deren Herausforderungen zu erfahren ist notwendig, um gemeinsame Ziele zu kennen und anzugehen. Damit dies gelingt braucht es Kontinuität. Das nächste Netzwerktreffen ist für November geplant.

Heidi hat Zeit-Party am Zanger Berg

Nach fast 50 Jahren als eine der „guten Seelen“ der Bäckerei Matzner ist Heidi Müller seit 01.07.2018 nicht mehr hinter der Theke anzutreffen.

Als Lehrling fing sie in den 60 Jahren an. Heidi Müller kennt viele Generationen Kunden und auch heute noch die meisten Bewohner des Zanger Bergs. Sie hatte und hat für jeden ein nettes Wort und ein offenes Ohr. Die ehemalige Bäckereifachverkäuferin wird von den Bürgerinnen und Bürgern des Zanger Bergs geliebt und geschätzt.

Im Stadtteiltreff am Zanger Berg fand am Donnerstag dem 05.07.2018 eine Nachbarschafts-Party ihr zu Ehren statt.
Viele Nachbarn*innen und ehemalige Kunden*innen gestalteten ein Plakate für Heidi, um Heidi zu danken und sie hochleben zu lassen. Vom Aquarell, einer Kuchen-Torten-Kollage bis zu selbst gemalten Bildern mit netten Worten gab es vieles. Eine Nachbarin schrieb ein Gedicht für die Bäckersfrau. Der zum Gedicht passende Präsentkorb wurde übergeben.

Bei selbstgebacken Apfelstrudel, Obst und Eiskaffee wurde viel geredet und gelacht.Über die netten Worte und Geschenke hat sich Heidi Müller sehr gefreut. Nach der Feier wurde jedes einzelne Bild von ihr persönlich von der Wand genommen und mit den Geschenken liebevoll eingepackt.

Hilde Nuss, eine Stadtteiltreff-Besucherin der ersten Stunde hatte an diesem Tag Geburtstag und wurde von Enkel und Urenkel ausgeführt. Direkt im Anschluss mischte sie sich unter die Feiernden, denn sie wollte auch an diesem Tag zu ihren „Freunden*innen“ an den Berliner Platz, wie jeden Montag und Donnerstag.

Alle Teilnehmenden wünschen sich noch viele solcher freudigen Ereignisse. Gemeinsam zu Lachen und zu Feiern verbindet und ist eine Bereicherung des Alltags!

Der Stadtteiltreff ist Montag und Donnerstag Nachmittag
von 14.30 -17.00 Uhr geöffnet.

 

 

 

 

 

Gute Zusammenarbeit mit dem DRK Heidenheim

Senioren-Gymnastik Aufpumpen der BälleIm Rahmen des Projekts „In guter Nachbarschaft“ findet am Zanger Berg von Beginn an eine enge Zusammenarbeit mit mit dem DRK Heidenheim statt.
Einmal die Woche (Montag von 14.00-15.00 Uhr) findet in den Räumen am Berliner Platz 11 Senioren-Gymnastik statt. Frauen im Alter von 60-89 Jahren haben Spaß und 20180312_143410-e1530266056609.jpg

halten sich fit bei den Übungsstunden von Ingrid Suckut, der ausgebildeten Übungsleiterin des DRK.

 

Auch im Bereich Secondhand Bekleidung findet eine enge und gute Zusammenarbeit mit der DRK Kleiderkammer und dem DRK Kleiderladen „kleiderglück“statt.

Bei „Geben&Nehmen am Zanger Berg“ wird Vieles abgegeben, was nicht direkt wieder einen Abnehmer in der Nachbarschaft findet. Bekleidung, die nicht zur Saison passt oder schon längere Zeit hängt, wird an das DRK Heidenheim weitergegeben, da diese im Kreis die Spezialisten im Bereich Altkleider sind. Gut erhaltene aktuelle Ware geht in den Kleiderladen oder die Kleiderkammer.

Nicht mehr tragbare Bekleidung wird durch den KV SchwäbischGmünd der Wiederverwertung zugeführt.
Der Stadtteiltreff ist dankbar, dass diese Kleidersäcke nach Rücksprache direkt am Zanger Berg abgeholt werden.

Durch die nicht mehr vorhandenen DRK-Kleidercontainer im Stadtgebiet wird vermehrt Bekleidung bei „Geben&Nehmen“ abgegeben.

 

 

 

 

„Für Nachbarn aktiv werden“ – Start im Mittelrain

Die erste Informationsveranstaltung zu „Für Nachbarn aktiv werden“ fand vergangene Woche im Ökumenischen Gemeindezentrum am Mittelrain statt. Brigitte Weber, Leitung der Ehrenamtskoordinationsstelle „Ich für uns“ und Evi Lattermann, Projektkoordinatorin von „In guter Nachbarschaft“ stellten den rund 50 interessierten Teilnehmern das Konzept vor.

In den nächsten zwei Jahrzehnten wird die Zahl der Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahre in Heidenheim um rund ein Drittel ansteigen. Schon jetzt gibt es in Heidenheim viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, die zu Hause wohnen aber hin und wieder auf Unterstützung angewiesen sind. Ein Pflegedienst ist noch nicht notwendig und ein Handwerker wird eigentlich auch nicht gebraucht. Was tun wenn die Kinder nicht vor Ort wohnen oder es keine Angehörigen mehr gibt.

Die Stadt Heidenheim hat sich auf den Weg gemacht eine „fürsorgende Gemeinschaft“ zu werden. „Füreinander da sein, um gemeinsam den Alltag leichter zu meistern“ ist laut Brigitte Weber die Grundidee dahinter.
Zur Unterstützung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern werden Menschen gesucht die bereit sind sich in ihrer Nachbarschaft zu engagieren. „Jede und jeder wird gebraucht“, betont Evi Lattermann „und jede und jeder kann etwas dazu beitragen.“

Neben kleinen handwerklichen Reparaturen können dies Botengänge, ein Unterstützung bei Verwaltungsaufgaben oder eine Begleitung zum Einkaufen, Arzt oder beim Spazieren sein. Auch ein Telefonanruf ist für jemanden, der das Haus nicht mehr verlassen kann, eine wunderbare Abwechslung.

Die Vermittlung erfolgt über die Zentrale im Bürgerhaus. Ehrenamtliche, die sich engagieren wollen, können in einem Erstgespräch festlegen, für welche Einsatzgebiete sie zur Verfügung stehen. Später werden sie für den Einsatz per Mail oder Telefon angefragt und können entscheiden, ob sie dafür bereit sind und ob es zeitlich passt. Bei ihrem Einsatz sind die Ehrenamtlichen über die Stadt Heidenheim versichert.

Die Ehrenamtskoordinationsstelle der Stadt Heidenheim „Ich für uns“ freut sich über Anfragen von Menschen, die sich für Ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzten wollen. Wer zwar Zeit hat aber noch keine Idee auf welchem Engagementgebiet er aktiv werden könnte, erhält ein ausführliches Beratungsgespräch mit verschiedenen Vorschlägen. Kontakt „Ich für uns“ 07321 327-1062“

Jubiläums-Essen am Mittelrain

 

Bereits zum zehnten Mal luden engagierte Bürger vom Mittelrain ihre Mitbewohner zum gemeinsamen Mittagessen ins Ökumenische Gemeindezentrum ein. Fast 50 Personen folgten der Einladung und genossen ein frisch zubereitetes Drei-Gänge Menü.

Evi Lattermann vom Haus der Familie als Projektkoordinatorin in den Stadtteilen tätig, nutzte die Zeit zwischen dem Ratatouille und dem Erdbeertraum um den acht Ehrenamtlichen zu danken, die mittlerweile seit mehr als drei Jahren bei der Entwicklung ihres Stadtteils aktiv dabei sind.

Das nächste gemeinsame Mittagessen findet am Montag den 9.Juli um 12.00 Uhr wie immer im ÖGZ statt. Eine Anmeldung ist notwendig, damit die Mengen von den ehrenamtlichen Köchinnen bestimmt werden können.
Anmeldung im ÖGZ (in Liste eintragen) oder unter 0176 34678506 möglich.

Weitere Ehrenamtliche werden gesucht um mit „In guter Nachbarschaft“ weiter Projekte am Mittelrain umzusetzen. Die Ehrenamtskoordinationsstelle der Stadt Heidenheim „Ich für uns“ freut sich über Anfragen von Menschen, die sich für Ihre Mitbürger einsetzten wollen. Wer zwar Zeit hat aber noch keine Idee auf welchem Engagementgebiet er aktiv werden könnte, erhält ein ausführliches Beratungsgespräch mit verschiedenen Vorschlägen. Kontakt „Ich für uns“ 07321 327-1062.

 

 

Generationenforum 2018

OB Ilg mit den Vertreter der Organisationen die das Projekt unterstützen.

Die vierte Säule der Altersvorsorge

Die Altersvorsorge ruht bekanntlich auf drei Säulen: gesetzlich, betrieblich und privat. Oberbürgermeister Bernhard Ilg kündigte an, in Heidenheim mit der „sozialen Altersvorsorge“ eine vierte Säule bauen zu wollen. „In guter Nachbarschaft“ heißt das Projekt, das in drei Stadtteilen schon funktioniert und nach und nach ausgebaut wird.

Die Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Demografie „Ich für uns“ stellte dem Generationenforum die Erfolgsbilanz nach drei Jahren Aufbauarbeit vor. Im Rahmen des Pilotprojekts „Caring Community“ geht es um neue Formen der klassischen Nachbarschaftshilfe. Testgebiete sind der Mittelrain, der Zanger Berg und Großkuchen.

„In guter Nachbarschaft“ bekommt seine Zentrale im Bürgerhaus in der Hinteren Gasse. Wer eine kurzfristige Unterstützung im Alltag benötigt, kann sich dort melden. In einer Datenbank sind Ehrenamtliche gespeichert, die dann für Einsätze vermittelt werden. Die Ehrenamtlichen gewinnen auf diese Weise ein völlig neues Betätigungsfeld. Wer sich für solche Einsätze interessiert, kann sich bei „Ich für uns“ in der Datenbank registrieren lassen.

Die Stadt Heidenheim steht mit dem Projekt nicht allein da. „In guter Nachbarschaft“ wird von 14 Organisationen gemeinsam getragen, die das Vorhaben in den nächsten Jahren mitbegleiten, unterstützen und ausbauen werden.

Das Pilotprojekt wurde in den letzten drei Jahren durch Zuschüsse aus verschiedenen Quellen finanziert. Der Großteil kam von den Pflegekassen, aus einem Stiftungskonsortium des Bundes „Engagierte Stadt“ und des Landes über das Förderprogramm „Gemeinsam sind wir bunt“. Der Landkreis Heidenheim und die Stadt Heidenheim beteiligen sich ebenfalls. Die Pilotphase war noch gar nicht beendet, da wurde das Projekt mit dem Preis „Quartier 2020“ ausgezeichnet.